Logistik
20/10/2022

Lagerlogistik: Definition, Aufgaben und Prozesse

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Dutzende Meter hohe Hochregallager, autonom agierende Roboter und elektrifizierte Gabelstapler: Moderne Warenlager wirken wie eine eigene, künstliche Stadt. Die Lagerlogistik befasst sich mit der möglichst effizienten Lagerung von Gütern. Was genau die Lagerlogistik ausmacht, welche Ziele sie verfolgt und welchen Herausforderungen sie dabei begegnet, verraten wir hier.  

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Lagerlogistik? Einfach erklärt
  1. Aufgaben der Lagerlogistik
  1. Herausforderungen in der Lagerlogistik
  1. Lagerlogistik optimieren: Prozesse und Automatisierung
  1. Die Lagerarten im Überblick
  1. Zusammenarbeit in der Lagerlogistik vereinfachen mit TradeLink

Was ist Lagerlogistik? Einfach erklärt

Die Lagerlogistik ist Bestandteil der Logistik eines Unternehmens und befasst sich mit sämtlichen Aufgaben vom Warenein- bis Warenausgang. Sie definiert die Prozesse, wie neue Waren in einem Lager aufgenommen, an ihren Platz transportiert, dort aufbewahrt und schließlich zum Weitertransport vorbereitet werden. Insbesondere die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren große Veränderungen innerhalb der Lagerlogistik ermöglicht, wie eine vereinfachte Überwachung der Waren, eine automatische Zuordnung ihrer Lagerplätze oder gar der Transport innerhalb des Lagers mit Hilfe von Robotern.  

Sich mit einer durchdachten Lagerlogistik auseinanderzusetzen, ist für jedes Unternehmen sinnvoll, das eigene oder fremde Waren lagern muss. Um die Stabilität von Lieferketten aufrechtzuerhalten, sind effiziente Prozesse Voraussetzung.

Ziele der Lagerhaltung zusammengefasst

Eine kluge Lagerlogistik hilft Unternehmen, gleich mehrere Ziele zu erreichen. Während die eigentliche Lieferung der Waren zwar nicht Bestandteil der Lagerlogistik ist, ist sie dennoch abhängig von ihr, weshalb die Ziele direkt miteinander verbunden sind.

  • Lieferzeiten reduzieren: Nach Eingang einer Bestellung muss die Ware in möglichst kurzer Zeit ihrem Lagerplatz entnommen und für den Versand vorbereitet werden können, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen.
  • Lieferzuverlässigkeit erhöhen: Für den Kunden besonders entscheidend ist die Pünktlichkeit des Wareneingangs, das gilt für Endkunden und insbesondere für Unternehmen, die mit den Waren weiterarbeiten müssen.
  • Lieferqualität erhöhen: Nicht nur der Zeitpunkt der Zustellung spielt eine Rolle, sondern genauso die Qualität der Lieferung – wie Art, Menge und Zustand der Waren.
  • Lieferflexibilität erhöhen: Die Lieferflexibilität beschreibt die Fähigkeit, auf individuelle Kundenwünsche mit individuellen Lösungen reagieren zu können – z. B. mit Blick auf Warenmengen, Lieferzeiten oder Transportvarianten.
  • Kosten-Nutzen-Verhältnis optimieren: Es gilt, die Kosten für die Lagerung möglichst niedrig zu halten und den Nutzen hoch. Es wird versucht, Lagerfläche jeweils nur möglichst kurz zu binden und für einen hohen Warendurchlauf zu sorgen. Die langfristige Bindung von Lagerplätzen für bestimmte Produkte kann zum Bedarf einer größeren Lagerfläche und damit zu höheren Kosten führen.

Voraussetzung für das Erreichen der Ziele und die allgemeine Prozessoptimierung innerhalb der Lagerlogistik ist die Transparenz aller Abläufe. Nur wenn alle am Wareneingang, an der Lagerung selbst und am Warenausgang beteiligten Parteien den Status einer Lieferung kennen, können kurze Lieferzeiten, eine hohe Lieferzuverlässigkeit und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht werden. Erst die Kollaboration und Kommunikation entlang der Lieferkette ermöglichen eine wertstiftende Transparenz, von der alle Beteiligten profitieren.  

Eine durchdachte Lagerlogistik erhöht die Effizienz und die Stabilität der Lieferkette

Aufgaben der Lagerlogistik

Die Lagerlogistik umfasst diverse Aufgaben, die dem Unternehmen dabei helfen, eben diese Ziele zu erreichen. Im Fokus steht dabei das Implementieren von effizienten Prozessen entlang der Wertschöpfungskette. Welche Schritte werden durchgeführt, wenn neue Waren am Lager eintreffen? Wie können Waren möglichst schnell und mit geringem Aufwand von dort zu ihrem vorgesehenen Regalplatz transportiert werden – und wie lässt sich überhaupt bestimmen, welcher Ort im Lager der ideale für sie ist? Genauso gilt es, die Prozesse zu optimieren, die ablaufen, wenn Waren das Lager wieder verlassen.

Ein großer Aufgabenbereich der Lagerlogistik beschäftigt sich mit der Gestaltung des Lagers. Wie muss ein Lager aufgebaut sein, um den Ansprüchen des Unternehmens langfristig gerecht zu werden? Der Frage vorangestellt wird zunächst einmal eine ausführliche Analyse, in der einerseits der aktuelle Bedarf des Unternehmens ermittelt sowie die zukünftige Entwicklung antizipiert wird. Dabei muss ein Lager nicht direkt über mehr Stellplätze verfügen als heute nötig, aber es sollte die Möglichkeit bieten, dass es durch einen Ausbau künftigem Wachstum gerecht werden kann.

Der Aufbau des Lagers schafft die Grundlage für effiziente Prozesse im Tagesgeschäft. Weitere Aufgaben umfassen das Materialmanagement, die Kommissionierung, das Lagermanagement sowie die Gewährleistung der Sicherheit vor Ort.  

Herausforderungen in der Lagerlogistik

Eine sorgfältige Planung, intelligente Prozesse und bestens ausgebildete Mitarbeiter ermöglichen einen effizienten und reibungslosen Ablauf der Logistik innerhalb eines Warenlagers. Die selbst heute noch großen Herausforderungen in der Lagerlogistik liegen weniger im Warenlager, sondern vielmehr im Zusammenspiel mit allem, was außerhalb passiert.  

So ist es beispielsweise für effiziente Prozesse beim Wareneingang unerlässlich zu wissen, wann genau ein Lkw mit einer Lieferung eintrifft – und welche Waren er eigentlich bringt. Der permanente Austausch mittels E-Mails, Telefon oder Excel-Tabellen ist dabei aber alles andere als effizient. Vorab angekündigte Ankunftszeiten werden häufig nicht eingehalten und binden somit Kapazitäten – Lkw-Stellplätze werden freigehalten, Mitarbeiter stehen bereit und können letztlich nicht anderweitig eingesetzt werden. Das verursacht wiederum indirekte Kosten.

Hinzu kommen Herausforderungen wie der Fachkräfte- und Lkw-Fahrermangel, kurzfristige drastische Anstiege im Warenumschlag oder die fehlende Balance zwischen Aufträgen und Kapazitäten im Lager, um diese abzuwickeln.

Bestens ausgebildete Fachkräfte unterstützen den  reibungslosen Ablauf der Logistik

Lagerlogistik optimieren: Prozesse und Automatisierung

Die Digitalisierung und die damit verbundene Automatisierung können dabei helfen, Prozesse in der Lagerlogistik zu optimieren und ihren Herausforderungen zu begegnen. Durch moderne digitale Tools lassen sich bereits heute die Prozesse innerhalb eines Warenlagers intelligent steuern. Sie sind darauf ausgelegt, den Fachkräften vor Ort effizientes Arbeiten zu vereinfachen, einen hohen Warenumschlag zu ermöglichen und Transparenz in den Abläufen zu schaffen. Die Digitalisierung kann aber noch mehr schaffen: die Kommunikation mit Dritten vereinfachen.

Digitalisierung der Logistik, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen

Mit TradeLink haben wir eine Cloud-Plattform entwickelt, die die Lieferabstimmung rund um Ihr Lager vereinfacht, indem sie Transparenz für alle beteiligten Parteien an einem zentralen Ort schafft und echte Kollaboration ermöglicht – ohne E-Mails, Telefon und Excel-Tabellen. So wissen Lieferanten in Echtzeit, ob ihre Ware bereits angekommen ist, die Standortlogistik, wann welche Waren eintreffen oder der Vertrieb, wann ihr Kunde die Ware abholen kann.

Neue Inspiration für die Lagerlogistik: Messen und Trends

Die Logistik und mit ihr die Lagerlogistik befinden sich wie viele andere Branchen stetig und besonders heute im Wandel. Wer mit dem Wettbewerb Schritt halten oder ihm sogar einen Schritt voraus sein möchte, muss sich permanent über aktuelle Entwicklungen informieren und austauschen. Messen wie die transport logistic, LogiMAT oder die Logistics Summit laden dazu ein, neue Technologien und Lösungen kennenzulernen und Trends zu verfolgen.

Die Lagerarten im Überblick

Je nach Hauptfunktion eines Lagers wird zwischen unterschiedlichen Lagerarten unterschieden, die jeweils andere Vor- und Nachteile mit sich bringen und verschiedene Ziele verfolgen.

Eingangslager: Eingangs- oder Beschaffungslager stehen in der Wertschöpfungskette vor der Produktion und dienen der Bereitstellung von Materialien für eben diese.  

Zwischenlager: Wie der Name bereits andeutet, sind Zwischenlager immer nur die Verbindung zweier anderer Glieder in der Wertschöpfungskette. Waren werden hier vorübergehend gelagert, um schließlich zur nächsten Station weitertransportiert zu werden. Oder sie dienen als Umschlagslager dem Umschlag von einem Transportmittel auf ein anderes.

Distributionslager: Nach der Produktion warten Güter im Distributionslager auf ihre Auslieferung. Bei einer Bestellung durch den Kunden werden die Waren kommissioniert und für den Versand vorbereitet.  

Die genaue Ausrichtung des jeweiligen Lagers hängt von seiner Aufgabe im Wertschöpfungsprozess ab und orientiert sich individuell an den Bedürfnissen des Unternehmens und der beteiligten Akteure. Die Hauptfunktion des Lagers bestimmt dessen Aufbau sowie alle in ihm stattfindenden Prozesse für eine reibungslose und effiziente Lagerlogistik.  

Zusammenarbeit in der Lagerlogistik vereinfachen mit TradeLink

Entscheidend für die optimale Nutzung von Lagerfunktionen ist die Zusammenarbeit aller Prozessbeteiligten – von den Lieferanten über die Standortlogistik, den Einkauf, den Vertrieb, die Spediteure, die Logistikdienstleister bis hin zu den Lieferanten. Mit TradeLink haben wir eine Cloud-Lösung entwickelt, die die Kommunikation zwischen ihnen auf einer Plattform bündelt und automatisiert. Sie schafft volle Transparenz für alle Seiten.

Bessere Unternehmensergebnisse durch Transparenz und eine proaktive Logistik

Für Sie heißt das: Wir steigern die Produktivität Ihrer Logistik, schaffen Verlässlichkeit im Warenein- und -ausgang für Ihr Unternehmen und ermöglichen Ihnen den Übergang zu einer proaktiven Logistik. Mit TradeLink ersetzen Unternehmen in der Lagerlogistik E-Mails, Telefon und Excel-Listen, reduzieren Lkw-Standzeiten und Koordinationsaufwände und steigern die Lagerperformance – und das ganz ohne komplizierte Implementierung in Ihre IT.

Wir sind der Überzeugung, dass bessere Kollaboration zu besseren Unternehmensergebnissen führt – und Transparenz schafft dafür die Grundlage. Mit TradeLink nehmen Sie das Steuer wieder selbst in die Hand.  

Das Excel-Sheet zur Lieferatenbewertung

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